1 Tag, Beginn 0:00. Die Heizkreispumpe hatte abgeschaltet und nimmt den Betrieb mit 30-40% Leistung auf. Die meisten Heizkörper sind per Heimeier E-pro Thermostate abgeschaltet. Geringe Heizlast, der Puffer wird erst nach mehreren Stunden nachgeladen. HK-Pumpe dazu auf 100%, Mischer voll auf, Überströmventil öffnet. Dadurch erhöht sich die RL-Temperatur auf über 50° (Kondensationsschutz). Der Brenner zündet und heizt den Puffer auf. Das Aufheizen geht schnell, da nur der Puffer als Last auftrat. Kurz nach Brennerstopp, gegen 5:00, öffnen die E-pro's mehrere Heizkörper. Deutlicher Einbruch der Rücklauftemperatur provoziert die sofortige Reaktion der geregelten HK-Pumpe, die auf volle Leistung geht. Der Puffer (ca 400l genutzt) ist schnell entladen, da die Räume aufzuheizen sind, daher ist die 2. Brennphase verlängert, die RL-Temperatur kann auch nur mit Mühe erhöht werden. Während dieser Brennphase sinkt plötzlich die T speicher unten: das morgentliche Duschbad beginnt. Gegen 8:00 werden einige Räume wieder abgesenkt, der Puffer wird langsam entladen. So wiederholt sich das Ganze über den Tag.
Das Brennerrelais wird von der Deltasol eingeschaltet, wenn die obere Puffertemperatur unter Minimum gesunken ist. Nun wird ein Widerstand im Kreis des Brenner-Temperaturfühlers überbrückt, der Brenner "sieht" die echte Kesseltemperatur, und startet. (Bei Erreichen des Max-Wertes fällt das Relais wieder ab, und der Brenner geht in Ausbrand) Gleichzeitig wird parallel zum Vorlauftemperaturwiderstand ein 20k Widerstand geschaltet, die gemessene Vorlauftemperatur erscheint zu niedrig, der Mischer regelt daraufhin die Vorlauftemperatur höher ein. Die Bezugstemperatur S6 ist ein fester Wert, der mit der HK-Rücklauftemperatur die Stellgröße für die HK-Pumpenleistung liefert: Je größer die Differenz, umso kälter die Rücklauftemperatur, also Pumpe höher regeln, da Wärmebedarf besteht. Wenn das Brennerrelais anzieht, wird die Bezugstemperatur erhöht, also auch die HK-Pumpenleistung, damit auch die RL-Temperatur, also bessere Pufferfüllung in Verbindung mit dem aufgedrehten Mischer und dem Überströmventil. Die HK-Thermostate gleichen das erhöhte Angebot weitgehend aus, also keine Aufheizung der Räume.
Der 620l Puffer ist im Hochsommer nach 3 Tagen voll aufgeheizt. Dann tritt das Notkuehlrelais in Aktion, aktiviert den Heizkreis, und öffnet einen ausgewählten Heizkörper im Wäschekeller automatisch. Eine Überhitzung der Solaranlage ist ausgeschlossen (Ausnahme: Stromausfall)
Juni, keine Heizung. Der Morgen startet mit gut gefülltem Puffer vom Vortag, oben 70°, unten 50°. Die Photozelle erkennt frühzeitig die Sonne und schaltet die Solarpumpe R1 ein. Die Kollektoren heizen den Solarkreis im Bypassbetrieb auf, bis Tspu überschritten wird. Nun beginnt die Pufferladung von unten, Tspu steigt an. Gegen Mittag wird auch Tspo überschritten und läuft auf 80° zu, Tspu näher sich gleichzeitig Tspo an. Wenn nun unten 75° überschritten werden, heißt das für mich: Puffer voll. Die Solarpumpe wird aber nicht abgeschaltet (=Stagnation), sondern es wird massiv Wärme aus der Puffermitte abgerufen, und unten kaltes Heizkreiswasser eingespeist. Ein Heizkörper im Waschkeller wird elektrisch aufgeregelt und dient jetzt als Wäschetrockner auf über 70°. Deutlich erkennt man die Temperaturstabilisierung von Tspo auf 80°, und den mehrfachen Einbruch der unteren Puffertemperatur durch wiederholte, kurze Entnahme von überschüssiger Wärme. Das Solarfluid wird auf kühlerem Niveau zu den Kollektoren zurückgepumpt, die somit nie über 95° kommen. Dies schont die Solaranlage und macht sie fast wartungsfrei.
Der Flammenwächter: "Schaut" in den Brennraum und hat einen niedrigen Widerstand von 3-5 k, bei Feuer, sonst über 300k. Er reagiert sehr schnell auf Lichtveränderungen. Gelegentlich (1x Jahr) mal abputzen, auf jeden Fall das zugehörige Bohrloch im Brennrohr sauberhalten.
Glühzünder, knapp 400W. Es ist mir zwar noch keiner durchgebrannt, empfehle dennoch, ihn vorrätig zu halten. Ist er defekt, dann ist die Zentralheizung wirklich AUS. (Der Importeur reagiert aber lobenswert schnell!)
Das Guß-Brennrohr mit dem Fallschacht. Ein schlichtes, über 10 kg schweres massives Teil. Man beachte die Luftbohrungen, sie dürfen bei der Reinigung nicht vergessen werden